Apotheker erhalten 90 € für Medikationsberatung

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  • Letzter Beitrag 26 Juni 2022
Dr. Günter Gerhardt schrieb 26 Juni 2022

90 € für Medikationsberatung in der Apotheke: Schluss mit Lustig!

Ziemlich lautlos hat der Deutsche Apothekerverband (DAV) mit dem GKV Spitzenverband ein Paket geschnürt mit neuen pharmazeutischen Dienstleistungen, wozu auch die Medikationsberatung (90 € ) gehört. So leer scheinen die GKV Kassen gar nicht zu sein.
Und mal ganz abgesehen davon, dass wir von einer solchen Honorierung nur träumen können, haben Sie sich mal überlegt was Patient*Innen, denen man in der Apotheke einen Computerausdruck mit Neben- Wechselwirkungen, Indikationen und Kontraindikationen… anstellen werden? Sie werden ganz egal ob verängstigt, erbost oder nur wissbegierig sofort die Praxis ihres Vertrauens aufsuchen und um Aufklärung bitten. In der Folge entsteht Stress für Patient*Innen und Ärzt*Innen, und das so wichtige  Arzt-Patienten Verhältnis wird nachhaltig verletzt.
Zu ihrem Verhandlungsergebnis kann man den Apotheker*Innen , die mit einer gemeinsamen (!) Stimme sprechen, nur gratulieren. Ein in den  sozialen Medien nachzulesender ärztlicher Kommentar meint, diese 90 € Honorierung sei eine Kriegserklärung der Apotheker*Innen. Sicher nicht!  Kolleg*Innen schlagen auch vor, die Präsidentin der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ADDA) Frau Gabriele Regina Overwiening zur KBV Vorsitzenden zu wählen oder  ganz skurril anmutende Ideen, wie aus Ärztekammer/KV auszutreten und in den DAV einzutreten, weil dort ja wohl Interessenvertretung stattfinde. Auch wenn solche Ideen nicht umgesetzt werden können, ist uns doch die Symbolik solcher Forderungen klar. Wie nun wollen wir mit dieser 90 € Medikationsberatung in der Apotheke umgehen? Ein WEITER  SO kann und darf es nicht geben. Klar dürfte sein, dass uns die 90 € extra auch zustehen für eine immer wieder aufwendige (Medikations-) Beratung nach einem stationären Aufenthalt oder einer Reha. Ganz radikale Meinungen Im Netz fordern gar eine  “Rückgabe der Kassenzulassung“ oder  “Seit dem Korb
warte ich auf eine kollegiale effektive Zusammenhalt und Widerstand“ (Korb? Bitte googlen: Dr. Wolfgang Hoppenthaller. Er wollte als Vorsitzender des Bayerischen Hausärzteverbandes 2010 Bayerns Hausärzte aus dem Kassensystem führen = das sog. Korbmodell). Wenn  Ärzt*Innen davon reden, dass unser Gesundheitssystem nur mit einer intelligenten Selbstbeteiligung zu erhalten ist, dann prasselt auf uns ein wahrer Shitstorm herunter. Bei den Zahnärzt*Innen wird das längst anerkannt, der Untergang der zahnärztlichen Versorgung hat nicht stattgefunden.  Wir streiten uns in aller Öffentlichkeit. Aber verstehen tut uns keiner. Nehmen wir Nachhilfe  bei Apotheker*Innen und  Zahnärzt*Innen und agieren nur mit einer gemeinsamen Stimme!  Mit der Zersplitterung im eigenen Lager muss endlich Schluss sein.  
Die Entscheidung wer uns zukünftig vertritt, wird nicht gefunden, indem wir Haus- oder Facharztlisten ankreuzen, sondern indem wir Kolleg*Innen  wählen, die uns davon überzeugen konnten, dass sie unsere Interessen vertreten. Das sollten aber bitteschön keine Vertreter von Konzernen sein, die zwar auch Interessen vertreten, aber nicht unsere. Unsere Gewählten müssen sich im Vorfeld auf eine gemeinsame Schnittmenge an Forderungen einigen, was mehr Chancen auf Erfolg hat , als mehrere Listen mit sich teilweise widersprechenden Forderungen, von denen dann  nicht eine einzige umgesetzt wird. Eine kleine Gruppe vertritt kompetent und professionell uns alle, wenn es beispielsweise darum geht, einen  neuen, leistungsgerechten EBM zu erschaffen. Wenn notwendig müssen auch demokratische Maßnahmen zur besseren Durchsetzung unserer Forderungen wie Streik bzw. Dienst nach Vorschrift (20 Wochenstunden) und Demos zum Einsatz kommen.
Am Endes diesen Jahres können wir das üben, KV Wahlen stehen an.

 

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Dr. Günter Gerhardt schrieb 26 Juni 2022

Über die hohen Honorare für die zusätzlichen „pharmazeutischen Dienstleistungen“ in Apotheken haben sich schon diverse Verbände aufgeregt. Der Hausärzteverband in Rheinland-Pfalz kritisiert die Neuerung ebenfalls – sieht allerdings nicht nur in der Honorierung ein Problem. Durch die Aktionen in den Apotheken drohten neue Belastungen für die Arztpraxen.

„Worin liegt die Verbesserung der Versorgung, wenn Patientinnen und Patienten wegen eines einmalig in der Apotheke gemessenen erhöhten Blutdrucks in die Arztpraxis verwiesen werden? Dies sorgt für zusätzlichen Stress bei Patientinnen und Patienten, stört das Vertrauen in die ärztliche Behandlung und widerspricht zudem jeder Leitlinie! Wenn Apotheken dann auch noch unpassende Therapieempfehlungen aussprechen, weil Ihnen schlichtweg der ganzheitliche fachärztliche Blick auf die Patientensituation fehlt, wird es noch komplizierter“, warnt die Landesvorsitzende, Dr. Barbara Römer, in einem aktuellen Rundschreiben an die Hausärzte des Bundeslandes.

Fraglich sei auch, wo der Nutzen liege, wenn Patientinnen und Patienten nach Einleitung einer AK- oder Chemotherapie über Nebenwirkungen beraten werden, die bereits in Arztpraxen erfolgt ist und für die bereits notwendige Laborkontrollen veranlasst wurden. „Ein algorithmus-basierter Computerausdruck mit Aufführung sämtlicher möglicher Nebenwirkungen wird Patientinnen und Patienten von der konsequenten Durchführung einer Chemo- oder AK-Therapie abschrecken, nachdem Ärztinnen und Ärzte diese zuvor in einem vertrauensvollen Gespräch für die Durchführung der Therapie mit großem Aufwand motiviert haben und ihnen zu verstehen gegeben haben, dass wir nach bestem Wissen und Gewissen unter Berücksichtigung möglicher Nebenwirkungen und Berücksichtigung des Menschen in seiner Ganzheitlichkeit entschieden haben und diese nun durch die Therapie leiten. Dieser so zentral wichtige Vertrauensmoment wird nun durch ein schriftliches Bombardement von Patientinnen und Patienten mit pharmazeutischen Fachtermini nachhaltig gestört, ja womöglich zerstört.“

Überflüssig sei auch, die Patientinnen und Patienten beim Apotheker über ihr Device unter Asthmatherapie zu beraten, wo doch die Besprechung der Inhalationstechnik Teil der DMP-Untersuchung sei. „Warum empfehlen Apotheken nicht konsequent und gebührenfrei ihren Patienten, sich ins DMP einschreiben zu lassen, um unter ärztlicher Supervision ganzheitlich und kontinuierlich (nicht nur bei Ersteinstellung oder Umstellung) bei ihrer chronischen Erkrankung betreut zu werden? Anstatt auch hier ‚viel hilft viel‘ zu propagieren, wäre eine Stärkung von Praxisteams durch zusätzliche Motivation durch Apotheken zur DMP Teilnahme die wesentlich effizientere und v.a. auch kostenneutrale Entscheidung gewesen!“

Römer: Die Belastung für Hausarztpraxen steigt

Als Folge dieser neuen pharmazeutischen Dienstleistungen werde die Versorgungslandschaft noch kleinteiliger und noch weiter zerstückelt. Dies habe zur Folge, dass die Anzahl von Arzt-Patienten-Kontakten in den Hausarztpraxen noch weiter zunehme, da es schlussendlich Aufgabe von Hausarztpraxen werde, die schon jetzt von „Dr. Google/DIGA und Co.“ vielfältig an Patienten herangetragenen Beratungen und Empfehlungen – nun auch noch ergänzt um komplexe Computerausdrucke von Apotheken – zu erläutern und für Patienten individuell einzuordnen.

Anstelle einer weiteren Zersplitterung und falsch verstandenem Outsourcing hausärztlicher Kernkompetenzen, fordere der Hausärzteverband jetzt  ein „Hausarztpraxen-vor-Ort-Stärkungsgesetz“ sowie ein leistungsgerechtes Vergütungskonzept. Die Inhalte müssten wie folgt sein (zitiert aus dem Verbandsschreiben Originaltext):

 

  • Vorhaltepauschale, Ordinationsgebühr und Chronikerzuschläge im EBM und HZV müssen dem ganzheitlichen und komplexen Leistungsumfang einer Hausarztpraxis entsprechend JETZT angepasst werden.
     
  • Hausbesuchsvergütungen, die zusätzlichen logistischen, zeitlichen und organisatorischen Aufwand bedeuten, müssen JETZT angepasst werden
     
  • JEDE poststationäre und post Reha-Beratung, die regelhaft mit Medikamentenumstellungen verbunden ist, muss JETZT in Analogie zur Vergütung in Apotheken mit 90 Euro extrabudgetär vergütet werden.
     
  • Wir erwarten grundsätzlich einen vollumfänglichen Inflationsausgleich für unsere Praxisteamleistungen. Unsere angestellten Kolleginnen und Kollegen, unsere MFAs, unsere Praxismanager*innen erwarten einen leistungsgerechten Lohn, von dem sie ihren Lebensunterhalt auch bestreiten können. Diesen können Praxisinhaber*innen aber nur ausstellen, wenn auch diese leistungsgerecht und die allgemeinen Kostensteigerungen abdeckend vergütet werden. Hausarztpraxen vor Ort können nicht per Knopfdruck an- oder ausgeschaltet werden wie Telemedizinanbieter.
     
  • Anstatt in Zeiten des rasch wachsenden Fachkräftemangels allerorten immer neue personalintensive, kleinteilige „Versorgungsstrukturen“ aufzubauen, brauchen wir JETZT eine bestmögliche Effizienz- und auch Qualitätssteigerung durch vollständig gegenfinanzierte KI-Modelle, die uns in der Patientenversorgung vor Ort unterstützen, sowie die Etablierung einer nutzerfreundlichen, verlässlichen und für die verschiedenen Sektoren kompatiblen digitalen Patientenakte, die eine bestmögliche Transparenz sowie eine hürdenfreie, aber dennoch geschützte Kommunikation im Gesundheitswesen ermöglicht und kosten- und personalintensive Dopplungen vermeidet.
     
  • Hausarztpraxen vor Ort müssen in ihrer Existenz gestärkt werden, indem Versorgungsmodelle und Vergütungsstrukturen die Delegation medizinischer Leistungen an Mitarbeitende in den Praxisstrukturen ermöglichen. Ärztinnen und Ärzte können in dieser Komplexität nicht mehr alle Leistungen selbst erbringen. Wir engagieren uns als Landesverband schon seit Längerem dafür, unsere Mitarbeitenden weiter zu qualifizieren. Doch Qualität hat ihren Preis! Statt Vergütungssystematiken an Arzt-Patienten-Kontakte zu knüpfen, muss es heißen: ArztPRAXIS-Patienten-Kontakt. Wer meint, dies als mögliches Einsparmodell sehen zu können, irrt jedoch gewaltig! Schließlich sind Krankenkassen Beratungen in Apotheken, die bisher übrigens regulär bereits Teil ihres Versorgungsauftrags waren, nun erstaunlicherweise zusätzliches Geld wert und werden zudem um ein Vielfaches höher honoriert als eine ganzheitliche Versorgung in der Hausarztpraxis.
     

Wenn das aktuelle Chaos in der Versorgungslandschaft weiter wachse, würden „Hausarztpraxen mit den Füßen abstimmen und infolge körperlicher und emotionaler Erschöpfung durch eine chronische Überlastung von Praxisinhabern und ihren Teams sowie mangels wirtschaftlicher Sicherheit einfach schließen“, heißt es weiter. Die Hausärzte seien nicht mehr bereit, diesen finanziellen und „persönlichen Selbstausbeutemodus weiter zu fahren und der Substitution unseres Berufsstands tatenlos zuzusehen“.

Ohne Hausarztpraxen vor Ort gebe es keine Apotheken vor Ort, keine ressourcenschonende Steuerung mehr von Patientinnen und Patienten in die Krankenhäuser, keine ambulante Versorgung von Patientinnen und Patienten mehr in ihrer Häuslichkeit, keine ganzheitliche Betreuung von Bürgerinnen und Bürger mehr vor Ort, zu Hause oder im Seniorenheim. „Wer den Wert hausärztlicher Versorgung als Koordinator, Verantwortlicher für ALLE Fragen der Gesundheit immer noch nicht verstanden hat, sondern meint, das Heil in der Zerstückelung zu sehen, wird mit diesem Konzept scheitern."

Römer weiter: „Wenn die hausärztliche Versorgung demnächst zerschlagen ist, wird es für die Bürgerinnen und Bürger in diesem Land chaotisch und für die Solidargemeinschaft unbezahlbar. Wir fordern daher jetzt ein Engagement von Politik, KV und Krankenkassen pro Stärkung der Hausarztmedizin. Wir brauchen nicht weniger Hausarztmedizin, sondern MEHR Hausarztmedizin! Sonst sind wir alle dann mal weg.“

Dr. Günter Gerhardt schrieb 26 Juni 2022

Gastkommentar zu Apotheken-Dienstleistungen

Gleiches Geld für gleiche Leistung

Von Prof. Dr. Nicola Buhlinger-Göpfarth

Als „Meilenstein für die Patientenversorgung“ bezeichnet die Präsidentin der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände das geschiedste Paket einer erweiterten Medikationsberatung, auf das sich der Deutsche Apothekerverband und der GKV-Spitzenverband nun geeinigt haben. Eine Beratung, die in jeder Hausarztpraxis verpflichtend durchgeführt wird und hier sage und schreibe einen Euro einbringt, plus der im Budget versenkten Gesprächsziffer, spült den Apotheken ab sofort unglaubliche 90 € in die Kasse!

Das Pay Gap für die Primärversorgung imponiert wie ein großes schwarzes Loch. Man sieht, dass es existiert, aber versteht nicht warum.

Wir erbringen diese - bisher so gut wie gar nicht honorierte Leistung - unter Berücksichtigung des Gesamtbildes des Patienten, der uns gegenübersitzt. Wir verordnen Medikamente unter Beachtung der uns bekannten Laborwerte, der psychosozialen Aspekte und vielen anderen komplexen Kriterien, die den Apotheken gar nicht vorliegen. Diese „erweiterte Beratungen“ durch die Apotheken sind geeignet, um das Arzt-Patienten-Verhältnis zu stören und für sonst gar nichts! Wird das überhaupt in irgendeiner Weise evaluiert, frage ich mich. Vermutlich sind die Milliarden einfach weg!

Hätte man im Sinne der Patientensicherheit etwas bewegen wollen, sollte man besser Projekte fördern wie den in der hausarztzentrierten Versorgung integrierten HAUSKOMET, der einen strukturierten Austausch zwischen Haus- und Fachärzten ermöglicht. Sinnvoller wären auch Projekte, die die eigene Gesundheitskompetenz von Patient:innen und damit die Therapietreue steigern. Hier stünden wir Hausärzt:innen als Ansprechpartner sehr gerne bereit.

Was wird nun passieren? Diese erweiterte Medikamentenberatung, die sich, und davon bin ich überzeugt, vielerorts auf einen Computerausdruck uns bekannter Wechselwirkungen beschränken wird, wird uns eine Horde von verunsicherten Patient:innen von den Apotheken zurück in die Praxen spülen, mit denen wir nun diskutieren dürfen, dass wir uns bei der Verordnung der Medikamente doch tatsächlich was gedacht haben, uns die Wechselwirkungen bekannt sind und es gute Gründe gibt, warum wir dieses oder jenes Medikament trotzdem verordnen.

Diese überflüssigen zusätzlichen Kontakte belasten einen Sektor, der nebenbei die gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung dieses Landes garantiert.

Spätestens seit Corona sollten sowohl Kassen als auch Politik eigentlich gemerkt haben, wer die Republik am Laufen hält und die Versorgung macht. Acht von zehn Corona-Patienten wurden hausärztlich abschließend versorgt, nicht durch „erweiterte Beratungen“ in den Apotheken und nicht durch die Krankenhäuser!

Was wird noch passieren? Möglicherweise werden erzürnte Hausarztpraxen aufgrund der „erweiterte Beratungen“, die Ihre Patient:innen verunsichern, diese auf die Vorteile von Online-Apotheken verweisen. Und – hat jemand Dispensierrecht gerufen? Ich meine, ich hätte sowas eben gehört? Vielleicht habe ich mich geirrt, vielleicht hat auch jemand „Steht endlich auf und macht den Rücken gerade“ gerufen?

Wir Hausärzt:innen sind nicht mehr bereit, verschobene Deutungshoheiten über Zuständigkeiten zu akzeptieren. Wir haben die medizinische wirtschaftliche Gesamtverantwortung für die medikamentöse Verordnung, eine „erweiterte Beratung“ ändert nichts daran.

Dass Apotheken 90 Euro für eine abgespeckte Leistung bekommen, die wir schon lange qualifiziert und mit einem Honorar von einem Euro erbringen, ist nun vielleicht der Tropfen, der das Fass für uns Hausarztpraxen nach der fehlenden Wertschätzung der vergangenen Jahre zum Überlaufen bringt.

Ökonomische Dominanzlogik vor Wertschätzung der tatsächlichen Leistungserbringer!

Herzlichen Glückwunsch an die Apotheken und Dankeschön ans Schiedsamt für diese Steilvorlage für die nächsten Verhandlungsrunden mit den Kostenträgern, die uns seit geraumer Zeit das Hohelied der leeren Kassen singen.

Da wissen wir jetzt mal, wie Beratungsleistungen geschiedst werden, die nicht mit den Kassen zu verhandeln sind. Und wir sollten bei derzeit acht Prozent Inflation und gestiegenen Kosten für unsere Praxisstrukturen doch mal mit diesem Wissen im Hinterkopf mit einem neuen Selbstbewusstsein gegenüber dem GKV-Spitzenverband auftreten.

Ich nehme doch stark an, dass die Erkenntnis, was medizinische Versorgung wert ist, sich nicht nur auf die Apothekerlobby beschränkt, sondern sich auch mal gegenüber der Gruppe durchsetzt, die den Großteil der Patientenversorgung stemmt.
 

Prof. Dr. Nicola Buhlinger-Göpfarth ist Vorsitzende des Hausärzteverbands Baden-Württemberg und praktiziert seit 2002 in eigener Praxis als Hausärztin in Pforzheim. Sie hat zudem eine Professur für Physician Assistance mit dem Schwerpunkt Allgemeinmedizin an der Europäischen Fachhochschule (EUFH) Rhein/Erft in Köln inne.

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