KV Wahl 2022: DIE NIEDERGELASSENEN

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  • Letzter Beitrag 25 September 2022
Dr. Günter Gerhardt schrieb 25 September 2022

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Ich habe mich der gemischten Liste "DIE NIEDERGELASSENEN" angeschlossen, weil ich der festen Überzeugung bin, dass wir in der Außenwirkung nur eine Chance haben als Gruppe: HÄ, FÄ, Psychotherapeuten. Außerdem möchte ich noch einmal meine langjährigen Erfahrungen einbringen und die Kooperation Ärzte/Patienten (s.u.) auf einen erfolgreichen Weg bringen. s.angehängte Präsentation 

Die gemischte Liste “DIE NIEDERGELASSENEN“ soll nach dem Vorbild der täglichen gemeinsamen Arbeit vor Ort am Patienten, die teilweise selbst gezüchtete berufspolitische „Feindschaft“ HA : FA ad absurdum führen. Gerade den Kolleginnen und Kollegen, die diese Zusammenarbeit vor Ort schätzen, wollen wir die Mitarbeit in der VV der KV RLP schmackhaft machen, weil sie diese gute Kooperationserfahrung mitbringen in die VV.
Politik und Krankenkassen wissen seit Jahrzehnten, dass die HA – FA  Trennung ihnen nutzt, getreu dem Motto „divide et impera“. Damit muss Schluss sein. Politisch treten wir HÄ, FÄ und Psychotherapeuten gemeinsam auf und können dabei, jeweils nach Rücksprache, auf die Unterstützung unserer Patienten bauen.

Unsere Ziele:

 

·        Wir müssen mehr Transparenz herstellen bis in die letzte Praxis unseres Landes, damit wirklich jede Kollegin/jeder Kollege Entscheidungen der KV nachvollziehen kann, ganz egal in welchem Bereich. Idealerweise wird dann ALLEN klar, warum wir, auch unter Einzelleistungsbedingungen, das Wirtschaftlichkeitsgebot benötigen und den Sicherstellungsauftrag. Der Umgang mit Unwirtschaftlichkeit muss auf ganz neue Beine gestellt werden, was nur funktioniert mit einer Einbeziehung möglichst vieler Kolleg*Innen. Wie kann das funktionieren? Die Weitergabe der Information durch die VV Mitglieder in Ärzteversammlungen vor Ort scheint – auch Pandemie bedingt – nicht mehr so zu funktionieren wie früher. Deshalb könnten wir uns folgendes Szenario gut vorstellen: Das jeweilige VV Mitglied lädt regelmäßig ein zu digitalen Meetings. Bei Bedarf können KV Mitarbeiter zugeschaltet werden. Und, mehr als überfällig, ein YouTube Kanal. Dort können wir auch hemdsärmelig Themen aufgreifen wie den Sicherstellungsauftrag, den wir nicht aufgeben dürfen. Warum das so ist muss kollegial, nicht belehrend mit erhobenem Zeigefinger, erklärt werden. Übrigens auch den Umstand, dass ALLE Vertragsärzte für den ärztlichen Bereitschaftsdienst zuständig sind. KV TV muss weiterentwickelt werden mit beispielweise gesundheitspolitischen Beiträgen für Patienten im Wartezimmer.

 

 

 

 

 

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Dr. Günter Gerhardt schrieb 25 September 2022

 Fortsetzung Unsere Ziele

·        Verbesserung der Rahmenbedingungen für unsere Arbeit, besonders im Honorarbereich, der Entbürokratisierung und der praxisorientierten Digitalisierung.

·        Sicherung der Praxisnachfolge und Motivation junger Kolleginnen und Kollegen für die ambulante Tätigkeit.

·        Delegieren statt Substituieren, kein weiteres Untergraben ärztlicher Kompetenzen.

 

·        Anpassung der allgemeinen Kostenexplosion im EBM und Stärkung der sprechenden Medizin.

 

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Dr. Günter Gerhardt schrieb 25 September 2022

Fortsetzung Unsere Ziele

·       Die Kooperation Ärzte-Patienten als Herzstück von “DIE NIEDERGELASSENEN“ soll zu mehr politischem Gehör und damit zu mehr Schlagkraft führen.  

Diese Kooperation ist ein Plan, mit dem sich Ärzte schon seit Jahrzehnten beschäftigen. Wir Ärzte kennen meistens auch die familiäre und berufliche Situation unserer Patienten. Diese Patienten aber kennen unser Gesundheitssystem und unsere zunehmenden Probleme in der Ausübung unseres Berufes nicht. In der Folge kommt es dann immer wieder zu Unverständnissen und Hilflosigkeit beim Versuch zu helfen, wie beispielsweise der Lösung des Problems Ärztemangel.
Die Umsetzung des Kooperationsgedankens ist bislang immer an der Machbarkeit gescheitert. Durch die Wahl von Günter Gerhardt zum  Vorstandsvorsitzenden der Landesseniorenvertretung (LSV) RLP hat sich eine Möglichkeit ergeben, diesen alten Plan mit Leben zu erfüllen.
Die 1,2 Millionen Senior*innen in RLP sind sehr gut organisiert und vernetzt. Kommunale Seniorenbeiräte sind eine in den Kommunalordnungen von RLP verankerte Form der Mitgestaltung. 1989 haben sich die ersten Seniorenbeiräte in RLP gebildet. 2003 wurde ihre Beteiligung in der Gemeindeordnung und in der Landkreisordnung von RLP gesetzlich verankert. Aktuell gibt es fast 100 kommunale Seniorenbeiräte in RLP.
Der neunköpfige Vorstand trifft sich einmal im Monat, daneben finden regelmäßig Mitgliederversammlungen statt und Regionalkonferenzen. Die Seniorenbeiräte verfügen jeweils auch über einen Vorstand und veranstalten auch Mitgliederversammlungen. Der Vorstand der LSV RLP  arbeitet eng mit dem zuständigen Ministerium (in der neuen Legislaturperiode ist es das Ministerium für Arbeit,, Soziales, Transformation und Digitalisierung MASTG) zusammen, es finden routinemäßig 2 Sitzungen/ Jahr mit dem Minister statt, mit Mitarbeiter*Innen des Ministeriums je nach Bedarf sehr viel häufiger.
Die erwähnte Kooperation ist möglich im Bereich einer gemeinsamen Schnittmenge, die Patienten und Ärzte gleichermaßen tangiert.

Dr. Günter Gerhardt schrieb 25 September 2022

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Är                                   Ärzte unterstützen ihre Patienten und Patienten ihre Ärzte.
Die Patienten (in einem ersten Aufschlag 1,2 MIO Senior*innen) brauchen uns, um gesund zu bleiben bzw. zu werden und wir Ärzte brauchen die große Zahl von Patienten um notwendigen Veränderungen unseres Gesundheitssystems, die Ärzten und Patienten gleichermaßen auf der Seele brennen, politisches Gehör zu verschaffen.
Damit sich Patienten für ihre Ärzte einsetzen können, müssen sie unser Gesundheitssystem kennenlernen, was sie gerne tun, nutzt ihnen dieser Durchblick doch postwendend bei der Lösung eigener und gemeinsamer Probleme wie der Ärztemangel.

Aktuelle Beispiele für eine gemeinsame Herangehensweise (wir wehren uns) an Probleme:

·        Wir Ärzte unterstützen unsere Senior*Innen in dem Bemühen, dass auch Rentner*Innen das Entlastungspaket von 300 € bekommen. Hat im ersten Anlauf nicht geklappt, nach Intervention beim zuständigen Minister, dann im 2. Anlauf.

·        Senior*Innen setzen sich dafür ein, dass auch Arzthelferinnen (MFA) eine staatliche Corona-Prämie bekommen und nicht wie im Pflegebonusgesetz vorgesehen nur „Pflegekräfte in der unmittelbaren Patientenversorgung auf bettenführenden Stationen und Intensivpflegekräfte“. Hat noch nicht geklappt, wir bleiben dran.

·        Das 2019 in Kraft getretene Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) soll wieder rückabgewickelt werden. Damit wurden mehr Sprechstunden und mehr und schnellere Termine angeboten, z.B. ein MRT bei Verdacht auf Bandscheibenvorfall oder generell mit der Neupatientenregelung einen schnellen Termin bei einem Spezialisten. Mit dieser Streichung wird auch die geplante Notfallreform belastet, da Anreize für Praxen wegfallen, zusätzliche Patientin binnen 24 Stunden oder kürzer zu übernehmen. Ganz aktuell erklärt sich die LSV RLP öffentlich solidarisch mit dem Brief des KBV Vorstands an Gesundheitsminister Prof. Dr. Karl Lauterbach. 

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